Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft
Adaption als Translation
Das filmische Werk weist in Bezug auf die Kategorisierung der Bedeutungsebene evidente Analogien zum erzählerischen Prosawerk auf, von dem auch die wichtigen Impulse für die Entwicklung des Filmgenres kamen. Die formbezogenen Ähnlichkeiten stellen in dem Zusammenhang eine logische und natürliche Folge der Einflußübung der literarischen Erzähltechniken auf den Newcomer Film dar. Trotz des unbestreitbar ausgeprägten narrativen Potentials des Films bleibt aufgrund der substantiell differenteren Textur des Filmes seine Fähigkeit, die strikt literarischen Ausdrucksmittel zu adaptieren, jedoch beschränkt, und demzufolge mußte das neue Medium die filmeigene Textpoetik selber erarbeiten. Inwieweit die erzählkonstruktiven Similaritäten zwischen den beiden Medien reichen können, werde ich versuchen am Beispiel der filmischen Gattung der Adaption zu exemplifizieren, die selbst ihrem Charakter nach im Schnittpunkt von Literatur und Film steht. Karolina Kesicka (aus der Einleitung)
Aus dem Inhalt:
- Zur Ästhetik des verfilmten Wortes
1. Das Wesen der Filmsprache
2. Form- und inhaltsbezogene Relationen des Films zur Literatur - Remarques Beziehungen zum Film - Bestandsaufnahme
1. Zu Verfilmungen der Remarque-Werke
2. Remarque in der Filmkritik - Der Bedeutungstransfer zwischen Literatur- und Filmsprache: eine intersemiotische Übersetzungsanalyse
Die Autorin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanische Philologie an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan; Literatur- und Übersetzungswissenschaftlerin.
Kartoniert, 304 S., ISBN 978-3-940310-57-6 / EUR 24,00
Dissertationes Inaugurales Selectae, Bd. 54
