Der Verlag

Der Neisse Verlag wurde 1998 in Zittau durch Silvia und Detlef Krell gegründet und hat zunächst vor allem regionalgeschichtliche Titel über die Oberlausitz und das deutsch-polnisch-tschechische Dreiländereck herausgegeben. Seit dem Jahr 2006 hat er seinen Sitz in Dresden. Das Verlagsprofil prägen Veröffentlichungen zur Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft, zur Geschichte sowie belletristische Werke polnischer und schlesischer Autoren.

Als am 1. Mai 2004 Polen in die Europäische Union aufgenommen wurde, hatte der Neisse Verlag in der Odermetropole Breslau (Wroclaw) bereits Partner an seiner Seite – Wissenschaftler des Instituts für Germanische Philologie, des Historischen Instituts und des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Breslau sowie den Kulturreferenten im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland –, die gleichfalls an einem greifbaren intellektuellen Dialog über die Oder-Neiße-Grenze hinweg interessiert und der europäischen Kulturlandschaft Schlesien in besonderem Maße verbunden sind.

Im Oktober 2004 erschien die erste Ausgabe der Vierteljahresschrift für Kultur und Geschichte "Silesia Nova", die – wie die deutschen und polnischen Herausgeber im Editorial betonten – eine deutschsprachige, aber keine deutsche Publikation ist. "Nicht wir besitzen das Land, das Land besitzt uns", schreibt Olga Tokarczuk in ihrem Essay "Stalins Finger", dem ersten Beitrag in Silesia Nova, über Niederschlesien als ein "ewiges Grenzland zwischen unterschiedlichen Kulturen". Eine Liebeserklärung ihrer Herausgeber und Autoren an dieses Niederschlesien, auch das ist Silesia Nova.

Einen wichtigen Partner fand der Neisse Verlag im Breslauer Wissenschaftsverlag ATUT. Bereits mehr als 70 Monographien und Sammelbände deutscher und polnischer Autoren wurden gemeinsam herausgebracht.

Besonderen Dank an:

Katarzyna Bena (Kraków)
Edward Bialek (Wroclaw),
Magdalena und Thomas Maruck (Jauernick / Wroclaw),
Krzysztof Ruchniewicz (Wroclaw)
Rainer Sachs (Wroclaw)
Marek Zybura (Wroclaw)